Husumer Schützengilde von 1586 e. V.

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Gildensatzung
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Gildensatzung

SATZUNG

der Husumer Schützengilde von 1586 e.V.

vom 22. Januar 1970

mit Änderungen vom 18.01.1979, 17.01.1985, 16.01.2003,16.01.2007 und 17.01.2008.

 

1. Name, Sitz und Zweck der Gilde

§1

 (1)       Die Gilde führt den Namen HUSUMER SCHÜTZENGILDE von 1586 e.V. und hat ihren Sitz in Husum.

(2)        Die Gilde ist in das Vereinsregister eingetragen.

(3)        Das Geschäftsjahr ist das. Kalenderjahr.

 

§2

In treuem Festhalten an den seit ihrer Gründung im Jahre 1586 verfolgten Zielen ist die Gilde auf das Ernstlichste bestrebt, durch fleißige Übungen den Sinn für den sicheren Gebrauch von Schusswaffen auf dem Schießstand zu erhalten und durch geselligen Verkehr und festliche Zusammenkünfte das freundschaftliche und kameradschaftliche Verhältnis zwischen ihren Mitgliedern zur Geltung bringen. Die Gilde ist ein gemeinnütziger Verein, politische, parteipolitische und religiöse Bestrebungen sind ausgeschlossen.

 

2. Die Schützenbrüder/Schützenschwestern

 

2.1. Aufnahme in die Gilde

§3

(1)      Jeder unbescholtene Bürger/in der Stadt Husum, der/die das 20. Lebensjahr vollendet hat, kann als Schützenbruder/-schwester in die Gilde aufgenommen werden.

(2)       Auswärtige können Mitglied sein.

(3)      Über die Aufnahme entscheidet geheime Wahl. Der/die Kandidat/in gilt als aufgenommen, wenn mindestens Dreiviertel der Versammlungsteilnehmer /innen für den/die Kandidaten/in stimmen. Bei Ablehnung besteht kein Anspruch auf Begründung.

(4)      Ehe /Lebenspartner können ohne geheime Wahl auf Antrag aufgenommen werden.

 

2.2. Ehrenmitglieder

§4

(1)      Zum Ehrenmitglied kann ein/ne Schützenbruder/-schwester frühestens nach 25 Jahren ernannt werden, so er/sie sich in hervorragender Weise um die Gilde verdient gemacht hat. Als äußeres Zeichen erhält das Ehrenmitglied eine silberne Ehrenmedaille.

(2)        Personen, welche sich um den Staat oder unsere Stadt oder um unsere Gilde in hervorragender Weise verdient gemacht haben, können zum Ehrenmitglied der Gilde ernannt werden. Das Ehrenmitglied erhält eine silberne Ehrenmedaille.

(3)        Zum „Goldenen Ehrenmitglied" kann ein Ehrenmitglied der Gilde nach ununterbrochener 50 jähriger treuer Mitgliedschaft oder für hervorragende Verdienste um die Gilde ernannt werden. Das goldene Ehrenmitglied erhält eine goldene Medaille.

(4)        Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt in allen Fällen erst, wenn eine Generalversammlung dem Vorschlag des Vorstandes für eine Ernennung zugestimmt hat.

 

2.3. Austritt und Ausschluss aus der Gilde

§5

Der Austritt aus der Gilde kann nur zum Ende eines Geschäftsjahres erfolgen. Er muss dem Vorstand schriftlich erklärt werden.

Mit der Austrittserklärung oder mit dem Ausschluss nach § 6 erlischt jedes Recht und jeder Anspruch gegen die Gilde.

 

§6

(1)        Aus der Gilde kann ausgeschlossen werden, wer sich einer ehrenrührigen strafbaren Handlung schuldig gemacht hat.

(2)        Auch kann ausgeschlossen werden, wer

 

1.         den Gildefrieden stört oder

2.          gegen die Satzung oder gegen die Interessen der Gilde verstößt oder handelt oder

3.          mit seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Gilde länger als ein Jahr im Rückstand ist.

 

§7

Der/die Ausgeschlossene kann innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung des Ausschlussbescheides den Ehrenrat anrufen (siehe § 9). Der ordentliche Rechtsweg ist ausgeschlossen.

§8

Über einen Ausschluss beschließt eine Generalversammlung.

 

2.4. Ehrenrat

§9

(1)    Der Ehrenrat besteht aus 5 Mitgliedern und 3 Vertretern/innen. Die Mitglieder des Ehrenrates und deren Vertreter/innen werden in der Jahreshauptversammlung gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Die Amtszeit beträgt 4 Jahre.

(2)    Der Ehrenrat gibt sich eine Geschäftsordnung.

(3)    Der Ehrenrat hat u. a. insbesondere Verfahren nach § 7 durchzuführen sowie Streitigkeiten zwischen Gildebrüdern/-schwestern, die die Gilde betreffen, zu schlichten. Ordentliche Gerichte dürfen nicht angerufen werden. Dem Spruch des Ehrenrates ist zu folgen.

 

3. Gilde und Geschäftsführung

3.1. Der Vorstand

§10

Der Vorstand der Schützengilde besteht aus:

1. dem/der ersten Ältermann/-frau als Vorsitzender/n,

2. dem/der zweiten Ältermann/-frau als Schriftführer,

3. dem/der Schatzmeister/in,

4. dem/der Hauptmann/Frau Hauptmann und stellv. Vorsitzenden,

5. dem/der ersten Schaffer/in und

6. dem/der zweiten Schaffer/in

 

§11

Die einzelnen Vorstandsmitglieder werden auf 3 Jahre durch die „Ordentliche Generalversammlung" gewählt.

Es stehen zur Wahl:

1. der/die erste Ältermann/frau, der/die Schatzmeister/in sowie der/die erste Schaffer/in einem Jahr und

2. der/die zweite Ältermann/frau, der/die Hauptmann und der/die zweite Schaffer/in im darauf folgenden.

 

3.2. Geschäftsführung

§12

(1)    Der/die erste Ältermann/frau als Vorsitzende( r) der Gilde leitet alle Versammlungen. Er/sie ist für die Geschäftsführung verantwortlich.

(2)    Der/die zweite Ältermann/frau ist Protokoll- und Schriftführer/in, sowie Verwalter/in des beweglichen Besitzes der Gilde.

(3)    Dem/der Schatzmeister/in obliegen die Geldeinnahmen und -Ausgaben sowie die Buchführung hierüber und die damit verbundenen Obliegenheiten.

(4)    Der/die Hauptmann leitet zusammen mit den Schaffern/innen die Schießveranstaltungen und führt bei Gildeveranstaltungen das Kommando. Er/sie vertritt den/die erste(n) Ältermann/frau bei dessen/deren Abwesenheit.

(5)    Die Schaffer/innen sind - unter der Leitung des Hauptmannes - mitverantwortlich für den Schießbetrieb. Sie sorgen für die Instandhaltung der Schießanlagen und der Sportwaffen der Gilde.

 

§13

 Die Gilde wird gerichtlich und außergerichtlich durch den/die erste(n) Ältermann/frau den/die zweite(n) Ältermann/frau und Hauptmann vertreten. Es zeichnen immer zwei gemeinsam.

 

3.3. Generalversammlung

§14

 (1)     Es findet alljährlich im Januar eine .,Ordentliche Generalversammlung" (Jahreshauptversammlung) statt.

(2)     Ferner können „Außerordentliche Generalversammlungen" vom Vorstand beliebig sowie auch auf schriftlichen Antrag von mindestens einem Drittel der Mitglieder einberufen werden.

(3)     Vor einer Generalversammlung ist die Tagesordnung durch eine Vorstandssitzung festzusetzen.

(4)     Die Einladung mit der Tagesordnung ist den Mitgliedern 10 Tage vor jeder Versammlung schriftlich zuzustellen.

(5)     Wenn nicht ausdrücklich anders bestimmt ist, entscheidet bei Beschlussfassung in Generalversammlungen und Vorstandssitzungen die einfache Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden.

(6)     Wird in den die § 20 und § 21 betreffenden Fällen die vorgeschriebene Stimmenzahl nicht erreicht, muss unter Angabe der Tagesordnung und unter Hinweis auf die vorangegangene bezügliche Versammlung eine zweite Versammlung einberufen werden. Diese Versammlung darf frühestens fünf Tage und muss spätestens zehn Tage nach der vorangegangenen Versammlung stattfinden. Sie entscheidet dann mit einfacher Stimmenmehrheit. In der Einladung ist darauf hinzuweisen. Stimmengleichheit bedeutet Ablehnung.

(7)     Satzungsänderungen können nur in der Jahreshauptversammlung beschlossen werden. Zum Beschluss einer Satzungsänderung ist die Mehrheit von Dreiviertel der anwesenden Mitglieder erforderlich.

(8)     Über jede Generalversammlung ist während der Sitzung ein Protokoll zu fertigen, von der Versammlung genehmigen zu lassen und von dem/der ersten Altermann/frau oder Vertreter/in und dem/der Schriftführer/in zu unterschreiben.

 

3.4. Beiträge

§15

(1) Der Aufnahmebetrag und der monatliche Beitrag für das laufende Geschäftsjahr werden in der Jahreshauptversammlung festgesetzt. (2) Entfällt

(3) Der/die König/in ist für die Dauer des Königs/innenjahres von der Beitragszah­lung befreit.

 

4. Festlichkeiten und Schießsport

§16

(1)       Die Hauptfeste bestehen aus:

1. dem Wintervergnügen (Festball) im Winter und

2. dem Hauptfest und König/innen-Schießen im Sommer.

(2)    Während der Frühstückstafel im Sommer bringt der Hauptmann dem Gründer

der Gilde - Herzog Adolf - ein „stilles Glas".

(3)    Es sollen regelmäßig an bestimmten Tagen Extra- und Übungsschießen stattfinden.

 

5. Allgemeine Bestimmungen

§17

(1)    Die Königs/innen- würde kann frühestens nach 10/5 Jahren wieder erlangt werden.

(2)     Der König ist zur Teilnahme an den Vorstands- und Ausschusssitzungen einzuladen.

 

§18

Entfällt

§19

Einem jeden verstorbenen Mitglied wird von der Gilde, möglichst mit Fahne, das letzte Geleit gegeben.

 

§ 20

Vermögens- und Besitzveränderungen können - im Rahmen des § 22 (1) - in einer Versammlung nur mit mindestens Dreiviertel Stimmenmehrheit beschlossen werden, sofern Zweidrittel aller Mitglieder anwesend sind (siehe auch § 14 (6)).

 

§21

Die Auflösung der Gilde wird beschlossen durch Dreiviertel Stimmenmehrheit einer Generalversammlung, sofern

mindestens Zweidrittel aller Mitglieder anwesend sind (siehe auch § 14 (6)).

 

§ 22

 (1)       Zur Erhaltung des Vermögens der Gilde wird folgendes bestimmt:

Das Grundvermögen und die festen Gebäude der Gilde dürfen nicht veräußert werden, es sei denn, die Gilde ist aus sicherheitstechnischen Gründen gezwungen, den jetzigen Schießstand aufzugeben. In diesem Falle dürfen Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte sowie die Gebäude nur veräußert werden, wenn dafür an anderer Stelle für die Gilde geeignete Grundstücke und Anlagen als Eigentum der Gilde erworben und geschaffen werden.

Der Silberschatz und die Protokolle der Husumer Schützengilde von 1586 e.V. dürfen ebenfalls nicht veräußert werden.

 

(2)        Um die Veräußerung des gesamten Gildevermögens bei Auflösung der Gilde zu verhindern, wird folgendes

 bestimmt:

 

Bei Auflösung der Schützengilde soll das Gesamtvermögen der Gilde der Stadt Husum zur treuhänderischen Verwaltung übergeben werden. Ausgenommen werden hiervon die Fahnen, die Gildeprotokolle mit dem übrigen Archiv sowie der Silberschatz einschließlich Königsschmuck. Diese Teile sollen zur treuhänderischen Verwaltung an das Nissenhaus bzw. bei dessen Auflösung ebenfalls an die Stadt Husum zu treuen Händen übergeben werden.

Etwaige Erträge aus dieser Verwaltung sind zinstragend bei der Sparkasse Nordfriesland in Husum oder Nachfolgeinstitut zu hinterlegen und jährlich an den Turn- und Sportverein Husum von 1875 e.V. oder Nachfolger auszukehren. Sollte innerhalb von 50 Jahren nach Auflösung der Husumer Schützengilde von 1586 e.V. eine gleiche neue Schützengilde erstehen, soll das Gesamtvermögen an die neue Gilde übergehen, jedoch unter Beachtung der für die Erhaltung des Gildevermögens vorstehend unter (1) und (2) festgelegten Bedingungen. Sollte innerhalb von 50 Jahren nach Auflösung der Husumer Schützengilde von 1586 e.V. keine gleiche Schützengilde entstehen, sollen die Fahnen, die Gildeprotokolle mit dem übrigen Archiv sowie der Silberschatz, einschließlich Königsschmuck, in museale Verwaltung des Nissenhauses bzw. bei dessen Auflösung der Stadt Husum endgültig zufallen.

Das übrige Vermögen der alten Gilde soll dann aus der treuhänderischen Verwaltung der Stadt Husum an den Turn- und Sportverein Husum von 1875 e.V. oder Nachfolger, welcher sich ebenfalls die Leibeserziehung zur Aufgabe gestellt hat, zum Eigentum übergehen.
 

Husum, den 17. Januar 2008

gez. Hans-Peter Wulff               gez. Peter Mrozowski
I. Ältermann                               II. Ältermann

 

gez. Dr. Adolf Schmid               Rüdiger Steffen
Schatzmeister                           König

 

gez. U. Paulsen                         gez. U. Dunker
 

gez. H. Knudsen                        gez. Walter Paulsen
Ehrenältermann

                                                   gez. Peter Lemor